WORKING FOR PARADISE

Heiner Müller zum 80.

Arbeiten von

Ivan Bazak, Rossella Biscotti, Fritz Fabert,
Liang Ju-Hui, Grischa Meyer

Kuratiert von Klaudia Ruschkowski und Wolfgang Storch


GALERIE IM RATSKELLER BERLIN-LICHTENBERG
Möllendorffstr. 6, 10367 Berlin

bis 20. Februar 2009


innerhalb des Projektes

WORKING FOR PARADISE
BERLIN - NAPOLI 2009
HEINER MÜLLER. LABORATORI

Internationale Heiner Müller Gesellschaft
und Napoli Teatro Festival Italia

in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Kunst- und Kulturamt Lichtenberg von Berlin



Die Ausstellung WORKING FOR PARADISE in der Galerie Ratskeller Lichtenberg steht in Zusammenhang mit einer zweiteiligen Regie- und Dramaturgie-Werkstatt zu Heiner Müllers Stück „Der Lohndrücker“, einer Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Heiner Müller Gesellschaft und dem Napoli Teatro Festival Italia, die im März 2009 in Berlin-Lichtenberg, im Juni in Neapel stattfindet.

Bestandteil dieser Werkstatt, die Heiner Müllers erstes, 1956 geschriebenes Stück unter aktuellen Aspekten mit einer gänzlich veränderten historischen Situation konfrontiert, sind Lectures und Diskussionen zur Frage „Wofür arbeitet ihr eigentlich?“.


Die Ausstellung zeigt den Zyklus „Archäologie der Arbeit“ des Brandenburger Fotografen Fritz Fabert: Assemblagen nutzlos gewordener Objekte, vergessener Zeugnisse einer Industrie- und Militärgesellschaft in sorgfältiger Anordnung neben frischem Zivilisationsmüll.

Die italienische Konzeptkünstlerin Rossella Biscotti stellt eine Videoarbeit vor, deren Anlass der Artikel 1 der italienischen Verfassung ist: „Italien ist eine demokratische Republik gegründet auf Arbeit“. Gruppen von Menschen versuchen, brachliegenden Orten durch Arbeit Bedeutung zu geben. Gezeigt wird Arbeit, die im Laufe ihrer Ausführung immer mehr an Bedeutung verliert und sich in ein utopisches Etwas auflöst.

Der Film "One hour work" und Fotoarbeiten des chinesischen Künstlers Liang Juhui blicken aus der Perspektive einzelner Arbeiter auf den rasanten Aufbau der Millionenstadt Guangzhou im Süden Chinas, dem Zentrum der Provinz Guangdong, der „Fabrik der Welt“.

Ivan Bazak zeigt Modelle von Häusern in der Ukraine, in die sich das Leben zurückgezogen hat - keine Arbeit mehr.

Grischa Meyer collagiert Objekte, Fotografien und Plakate bzw. Plakatübermalungen der "Lohndrücker“-Inszenierung von Heiner Müller 1988 am Deutschen Theater Berlin.


Mit Dank an das Deutsche Generalkonsulat Kanton
und die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft

© Margit Broich[1][2][3] Deutscher Bauernverlag (DDR)[4]

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