ANDRZEJ WIRTH ZUM 85. GEBURTSTAG – FLUCHT NACH VORN

BUCHPRÄSENTATION MIT THOMAS IRMER UND ANDRZEJ WIRTH


10. April 2012 / 20.00 Uhr / HAU 3

Am 10. April 1927 wurde Andrzej Tadeusz Wirth in dem kleinen Ort Wlodawa geboren, heute an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland. Er sagt, das kann man sich nicht aussuchen. Wirth lebte dann in Warschau, New York, London, Berlin, Venedig und war scheinbar immer im richtigen Moment am richtigen Ort, wenn es um neues Theater ging. Er sah noch Brechts Berliner Ensemble, die Anfänge von Grotowski in Polen, war dabei, als Peter Handke in Princeton der Gruppe 47 die Leviten las, und verfolgte den Aufstieg Robert Wilsons aus den Kellern von Manhattan. 1982 gründete Wirth das Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen, die Kaderschmiede (Gerhard Stadelmeier sprach von Unglücksschmiede) des postdramatischen Theaters. Ein Begriff, den Wirth zwar schon in den frühen siebziger Jahren in New York prägte, der ihm aber heute, wo praktisch alles irgendwie postdramatisch geworden ist, nicht mehr brauchbar erscheint. Das und fast sein ganzes Leben hat er nun in einem Interview-Buch erzählt: „Flucht nach vorn“ (spector books Leipzig).

Buchpremiere und Geburtstagsfeier mit Andrzej Wirth, Thomas Irmer, Jan Wenzel
Performance: Miho Takayasu tanzt Kagura


http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_23167.html?HAU=3

© Heidi Paris/Merve Verlag[1][2][4] Margit Broich[3]

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