Leeres Theater. Heiner Müller: Träume, Witze Atemzüge

Gotscheff und seinem Team gelingen wunderbar leichte, gauklerische Momente. Ein Theaterabend, wie es ihn selten gibt, der Lust auf die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Autor und seinen Themen weckt, die mit der Wende nichts von ihrer Gültigkeit verloren haben.“
Hamburger Abendblatt

Heiner Müller ist unbestritten einer der bedeutendsten europäischen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Stücke sind auf den Bühnen der ganzen Welt zu Hause und haben maßgeblich zur Ausbildung des modernen Theaters beigetragen.
Dimiter Gotscheff, selbst Gegenstand von Müllers Werk und seit 30 Jahren sein produktivster Regisseur, bringt das Spätwerk auf die Thalia-Bühne in der Gaußstraße – Texte, die zwischen 1989 und Heiner Müllers Todesjahr 1995 entstanden sind: nach dem Ende des Ostblocks und der „Vertagung“ des Sozialismus, dessen Aufbau Müller jahrzehntelang mit nestbeschmutzender Offenheit subtil unterstützt hatte.
Gotscheffs Vorlage für „Leeres Theater“ (Titel nach einem Gedichtanfang von 1994) besteht aus uneinheitlichem aber zusammenhängenden Material, gleichermaßen abgeklärt wie entzündet, kompiliert aus Irrtümern, sardonischen bis zynischen Witzen und ungeheuer zarten Tönen, vom Tod, dem größten aller Irrtümer, gezeichnet „ohne Hoffnung und Verzweiflung“. Wahrscheinlich der Höhepunkt von Müllers Schaffen.

Regie Dimiter Gotscheff Ausstattung Jochen Hochfeld Dramaturgie Carl Hegemann Es spielen Marina Galic, Barbara Nüsse, Sebastian Rudolph, Alexander Simon, Oda Thormeyer, Patrycia Ziolkowska

24. März um 19 Uhr,
9. April um 20 Uhr
23. April um 19 Uhr

im Thalia in der Gaußstraße, Hamburg


Eintritt 20 Euro / ermäßigt 9 Euro

© v.d. Ropp[1] New York Post[2]

< ZURÜCK