Ausstellungsprojekt: Ajax zum Beispiel – Vom Widerstand des Materials

von Felix Martin Furtwängler

Sa. 31.10.2015 - So. 31.01.2016

Nach der Vernissage beim Müllermontag ist diese Ausstellung immer an Veranstaltungstagen im Literaturforum im Brecht-Haus zu besichtigen.

„In den Buchläden stapeln sich
Die Bestseller Literatur für Idioten
Denen das Fernsehn nicht genügt
Oder das langsamer verblödende Kino
Ich Dinosaurier nicht von Spielberg sitze
Nachdenkend über die Möglichkeit
Eine Tragödie zu schreiben Heilige Einfalt"


Im Jahr 2001 hat sich der Maler, Grafiker und Buchdruckkünstler Felix Martin Furtwängler mit Heiner Müllers Langgedicht Ajax zum Beispiel auseinandergesetzt – die Artikulation von Zweifel und Selbstkritik, ein „ortloser“ Rückblick auf die deutsche Geschichte. In einer Zeit, in der das geschriebene Wort zunehmend an Substanz verliert, sich seine Materialität im Digitalen aufzulösen droht, versucht Felix Martin Furtwängler diesem Auflösungsprozess Widerstand zu leisten. Entstanden ist eine überdimensionale Wandzeitung, 24 Bögen im Format 50x120, die auch ein Stück Utopie und Hoffnung auf die Wirkungsmacht des Schreibens bewahren will und zum ersten Mal öffentlich ausgestellt wird. Die Ausstellung hängt noch bis Januar 2015.

Literaturforum im Brecht-Haus

© Ute Schendel[2]

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