Müllermontag VI: Kommando Johann Fatzer

Mit Alexander Karschnia, Hans-Thies Lehmann, Matthias Naumann und Michael Wehren
Montag, 29. April, 20 Uhr

Fatzer ist – so Heiner Müller – ein „Jahrhunderttext“. 1978 hatte Müller Brechts Fragment zu einer Spielfassung gebracht und eine erste Welle der Rezeption ausgelöst.
Im April 2011 fanden im Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr die Ersten Mülheimer Fatzertage statt. Fünf Tage lang suchte man die widersprüchlichen Fragen nach Geschichte und Gegenwart der Revolution und den Möglichkeiten politischen Handelns produktiv zu machen. Kommando Johann Fatzer, der erste Band der Mülheimer Fatzerbücher, der gerade im neu gegründeten Neofelis-Verlag erschienen ist, setzt die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Fragment fort. Er enthält neben den Vorträgen des im Rahmen der Fatzertage veranstalteten Symposions weitere Beiträge sowie umfangreiche Dokumentationen der gezeigten Fatzer-Produktionen von andcompany&Co., kainkollektiv und dem Spinnwerk Leipzig. Ausgehend von der Aktualität und Produktivität des Brecht'schen Fragments versteht sich Kommando Johann Fatzer als Beitrag zu dem, was Brecht bis zuletzt mit seinen Stücken auslösen wollte: eine „Große Diskussion“. – In dieser neueren politischen Philosophie werden Flucht, Desertion, Exodus zu revolutionärer Tätigkeit.

Buchvorstellung, Lesung und Lectures
Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

© Margit Broich[1] Deutscher Bauernverlag (DDR)[2] Ute Schendel[3] Angelus Novus[4]

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