"HEINER MÜLLER!"-Festival im Hebbel am Ufer - Müllermontag XXX: Theater nach Brecht/Müller

Podiumsgespräch

„Im Westen hat das Theater keine soziale Funktion mehr, oder kann sie jedenfalls im Moment nicht finden“, schreibt Heiner Müller Anfang der 1990er Jahre. Für Müller, nicht nur beruflich Tragiker, ist Theater Erinnerungskultur, ein Ort für die Tragödie(n) des Menschen, sein notwendiges Scheitern an einem Traum/Glauben/Prinzip. Wie Bertolt Brecht, dessen Lehrstückmodell über das „Postdramatische“ wieder verstärkt Anschluss an die aktuelle Theaterpraxis gefunden hat, war Müller davon überzeugt, dass die politische Dimension des Theaters wesentlich durch das Verhältnis zwischen Bühne und Zuschauer bestimmt wird. Und heute?

Mit: Alexander Karschnia (andcompany&Co.), Hans-Thies Lehmann, Iulia Patrut und Patrick Primavesi

6. März, HAU2, 17 Uhr

In Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus

© Margit Broich[1][2][4] Ute Schendel[3]

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