LUTZ DAMMBECK: DIE UMERZIEHUNG DER UMERZOGENEN

(2007)

Re-Reeducation
(Umerziehung der Umerzogenen)

In Zusammenarbeit mit COMA centre for opinions in music and art, Berlin

Die Moderne ist ein Trümmerfeld, durch das wir uns zwar täglich bewegen, über dessen ursprünglichen Bauplan wir aber nichts mehr wissen (wollen/sollen).

Ehemalige Utopisten wie Konstruktivisten, Bauhäusler, Konzeptkünstler oder Futuristen werden zunehmend für die aktuelle Kunstproduktion zitiert und wiederverwertet, doch ohne ihren Antrieb, Veränderungswillen und Fortschrittsglauben ernst zu nehmen.

Gereinigt von allen ursprünglichen Intentionen bleiben so nur entkernte und auf Ästhetik reduziertes Gehäuse, welche die in die Baupläne eingeschriebenen Wünsche und Intentionen verschweigen. Re-Reeducation ist "return to the past" und aktuelle Bestandsaufnahme zugleich.


Lutz Dammbeck

Geboren 1948 in Leipzig. Lebt in Hamburg. Bildender Künstler und Filmemacher.

Seit 1978 Arbeit am "Herakles Konzept", einem Gesamtkunstwerk aus Texten, Fotos, Collagen, Zeichnungen, Filmen und Installationen.
1990 Gründung der „Lutz Dammbeck Filmproduktion“. 1994 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Leipzig. Seit 1998 Professur und Leitung der Projektklasse „Neue künstlerische Medien“ an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
2004 „Das Netz – die Konstruktion des Unabombers“, Film und Buch.
2005 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, Berlin.

Zahlreiche Ausstellungsbeteilligungen und Einzelausstellungen, zuletzt PARANOIA, Akademie der Künste, Pariser Platz, Berlin 2006.

Beteiligung mit Filmen an nationalen Filmfestivals der ehemaligen DDR und der BRD und an den internationalen Film- und Videofestivals in Berlin, Venedig, Oberhausen, München, Chicago, New York, Annecy, Brüssel, Montreal und Kairo. Zahlreiche Auszeichnungen.


www.t-h-e-n-e-t.com

© Heidi Paris/Merve Verlag[1] Ute Schendel[2] Deutscher Bauernverlag (DDR)[3] Margit Broich[4]

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