Metareflexivität in Drama und Theater seit Heiner Müller

Freie Universität Berlin, 04. bis 07. März 2026, Seminarzentrum L115

Organisation: Kai Bremer, Anton Bröll, Norbert Otto Eke

Internationale Tagung in Kooperation mit dem SFB 1512 „Intervenierende Künste“, dem Heiner Müller Archiv im Archiv der Akademie der Künste, Berlin, und der Internationalen Heiner Müller Gesellschaft


Mittwoch, 04.03.2026

14:30-15:00 Uhr

Eröffnung: Norbert Otto Eke, Anton Bröll, Kai Bremer

I Metareflexion in Heiner Müllers Texten

15:00-18:30 Uhr

Moderation: Kai Bremer (Berlin)

15:00-15:45 Jürgen Brokoff (Berlin): Metareflexionen zu Autorschaft und Drama bei Inge und Heiner Müller

15:45-16:30 Patrick Primavesi (Leipzig): Jenseits von Kontrolle? Heiner Müllers Theater des Kommentars

16:30-17:00: Kaffeepause

17:00-17:45 Ulrike Haß (Bochum): Wenn das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann. Arbeiten zwischen den Zeiten

17:45-18:30 Anton Bröll (Berlin): "meine Faust gegen mich": Zur Reflexion von Autorschaft in Heiner Müllers HAMLETMASCHINE

18:30-19:30 Uhr: Empfang

19:30 Uhr Öffentlicher Abendvortrag: Sophie König (Berlin): Text, Schrift, Bild, Skulptur: Theater. Metareflexive Mediendiskurse in Dramen Heiner Müllers


Donnerstag, 05.03.2026

09:30-13:00 Uhr

Moderation: Anton Bröll (Berlin)

09:30-10:15 Florian Vaßen (Hannover): „Alles, was mit Dialog zu tun hat, wird schwierig“ – „Stückpartituren [...], die nicht mehr dialogisch funktionieren“. Dekomposition, Dezentrierung und Entdialogisierung in Heiner Müllers und Elfriede Jelineks Theatertexten

10:15-11:00 Peter W. Marx (Köln): »A Museum of Hamlet«. Shakespeare nach Heiner Müller: Zwischen Spiel, Museum und Archiv.

11:00-11:30 Kaffeepause

11:30-12:15 Jan Lazardzig (Berlin): Metatheaterwissenschaft, DDR

12:15-13:00 Claudia Bamberg/Thomas Burch (Trier): Metareflexivität im Archiv: Möglichkeiten einer digitalen Nachlassedition zu Heiner Müller

13:00-15:00 Mittagspause

Archiv der Akademie der Künste, Robert-Koch-Platz 10

15:00-17:00 Uhr Gabriele Radecke und Maren Horn: Heiner Müllers Nachlass im Literaturarchiv der Akademie der Künste


Freitag, 06.03.2026

II Metareflexion in Drama und Theater seit den 1970er Jahren

09:30-13:00 Uhr

Moderation: Christoph Jakubowsky (Berlin)

09:30-10:15 Hannah Speicher (Berlin): Die Resilienz der Bühne: Metatheatralität als DDR-Prinzip und Müllers Resonanzraum

10:15-11:00 Teresa Kovacs (Bloomington): Clown oder Melancholiker? Christoph Schlingensief und Milo Rau zwischen den Zeiten

11:00-11:30 Kaffeepause

11:30-12:15 Anne Fleig (Berlin): Autorschaft in den Theatertexten Elfriede Jelineks

12:15-13:00 Artur Pełka (Łódź): Die Stimme(n) der Autorin. Metareflexivität in Theatertexten Elfriede Jelineks

13:00-14:30 Uhr Mittagspause

III Metareflexion in Drama und Theater der Gegenwart

14:30-18:00 Uhr

Moderation: Norbert Eke (Paderborn)

14:30-15:15 Nikolaus Müller-Schöll (Frankfurt/Main): Frühneuzeitliche Metareflexion in der Spätmoderne. Titus Andronicus als Table Top Shakespeare in der Küche Robin Arthurs

15:15-16:00 Clemens Özelt (Zürich): Vorzeichen. Selbstreflexion und Modulation in Prologen seit Heiner Müller

16:00-16:30 Kaffeepause

16:30-17:15 Matthias Warstat (Berlin): "Die Bühne ist ein freier Platz im hellen Licht". Konzeptionen von Theateröffentlichkeit in Peter Handkes Die Stunde da wir nichts voneinander wußten (1992)

17:15-18:00 Martin Jörg Schäfer (Hamburg): Krisen, Katastrophen und Theaterreflexion in der Gegenwartsdramatik



Samstag, 07.03.2026

10:00-13:00 Uhr

Moderation: Helene Kraus (Berlin)

10:00-10:45 Hannah von Sass (Berlin): Stolpernde Auftritte der Sprache. Zur Metareflexivität in Wolfram Lotz’ Theatertexten

10:45-11:15 Kaffeepause

11:15-12:00 Martin Schneider (Hamburg): Metareflexivität interkulturell. Autobiographische
Inszenierungen von Autorschaft in den Gegenwartsdramen Sivan Ben Yishais und Akin Emanuel Sipals

12:00-12:45 Cornelia Ortlieb (Berlin), Vor Gittern, nach Müller, im aufBruch. Brechts Dreigroschenoper in der JVA Tegel

12:45-13:00 Uhr Abschluss


Die Tagung findet im Rahmen des Forschungsprojekts "Autorschaftsreflexionen in der Gegenwartsdramatik" statt

© Margit Broich[1][3] Ute Schendel[2] Heidi Paris/Merve Verlag[4]