Germania. Tod in Berlin

Premiere: 7. Mai 2015, 19.30 Uhr
E-Werk des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, Inszenierung: David Czesienski (Prinzip Gonzo)

Mit: Bernhard Meindl, Özgür Platte, Kai Windhövel, Brit Claudia Dehler, Lucie Teisingerova

Konflikte ohne Lösungen, Clowns, die nicht lachen, ein schwangerer Joseph Goebbels und dann auch noch Napoleon und Cäsar im Kessel von Stalingrad. Heiner Müllers Collage mit ihrer Schwemme von Namen, Orten und Handlungsfragmenten ist eine Zumutung und sollte es auch immer sein.
Heiner Müller, einer der prägendsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts, interessierte sich
zeitlebens „für die Lücken im Mythos der Deutschen, die noch nicht durch Taten hoffnungslos
verstopft sind“. Mit Germania. Tod in Berlin hat er einen Bilderbogen zur deutschen Geschichte in dreizehn Szenen geschaffen, der konkrete historische Ereignisse in der DDR, wie den Volksaufstand am 17. Juni 1953, neben mythische Sagen, phantastische Parodien und anachronistische Begegnungen setzt. Wen interessiert das alles heute überhaupt noch? Was hat die deutsche Geschichte mit unserem Alltag zu tun und was kann ausgerechnet Heiner Müller darüber erzählen? Mit diesen Fragen werden David Czesienski und sein Team ein spannendes Spiel um die eigene Geschichte beginnen. Czesienski, der seit 2008 im Regiekollektiv Prinzip Gonzo aktiv ist, führte unter anderem in Berlin, Halle, Kassel und Bordeaux Regie. Im Schweriner E-Werk waren bereits die beiden Inszenierungen Illusionen (2012) sowie Männer Frauen Arbeit (2013) in der Regie von Prinzip Gonzo zu sehen

Weitere Vorstellungen: am 9.5. um 19.30 Uhr und 17.05. um 18 Uhr im E-Werk des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin.
Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de

© Neues Deutschland[1] AP-Bilderdienst[2]

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