Müller-Chronik: ab 1929

Die hier vorliegende tabellarische Übersicht über Leben und Werk Heiner Müllers basiert auf der Zeittafel im Buch „Heiner Müller oder das Prinzip Zweifel“ (Berlin: Aufbau-Verlag, 2001, S. 567-79) des Müller-Biografen Jan-Christoph Hauschild, dem wir für die freundliche Genehmigung zur Verwendung herzlich danken. Die Liste wurde ergänzt und erweitert durch die IHMG unter Beteiligung der Praktikantin Kyu Ri Hong, Absolventin 2019 des Dickinson College, PA, USA.

1929

Reimund Heiner Müller wird am 9. Januar im sächsischen Eppendorf geboren
Eltern: Kurt Müller (Verwaltungsangestellter; Funktionär der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands SAPD, einer linken Abspaltung der SPD), Ella Müller geb. Ruhland (Näherin, SPD-Mitglied)
Großeltern: Max und Anna Müller in Bräunsdorf, Bruno und Ernestine Ruhland in Eppendorf

1933

Verhaftung des Vaters durch die SA und Internierung im Lager Flöha, dann im KZ Sachsenburg (insgesamt 9 Monate)
Umzug der Familie zu den Großeltern nach Bräunsdorf

1935-38

Besuch der Volksschule in Bräunsdorf

1938

Umzug der Familie nach Waren/Müritz, Fortsetzung der Volksschule

1939

Wechsel zur Mittelschule

1940

Zwangsmitgliedschaft im Deutschen Jungvolk
Dreiwöchige Untersuchungshaft des Vaters nach einer Denunziation

1941

Wechsel zur Oberschule
Geburt des Bruders Wolfgang

1943

Dienstpflicht in der Hitlerjugend
Einberufung des Vaters zur Wehrmacht

1944

Schließung des Gymnasiums in Waren; Einberufung der Schüler in den höheren Klassen zum Reichsarbeitsdienst

© Heidi Paris/Merve Verlag

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